Details 3 Grad Postfight Medical Aftermath

Medical Aftermath

Neben dem rechtlichen Nachspiel (Legal Aftermath) und den psychologisch-emotionalen Konsequenzen (Emotional Fallout Management) gibt es eine zentrale dritte Komponente im Post-Fight (Nachkampfphase). Es handelt sich um die medizinische Notfallversorgung von lebensbedrohlichen Hieb-, Stich- und Schussverletzungen in taktischen Lagen (z.B. Täter vor Ort), in denen eine Eigengefährdung bei der Versorgung Verletzter nicht ausgeschlossen werden kann. Weiterhin ist es jedoch auch möglich, dass unser eigenes Leben durch eine schwere, akut-lebensbedrohliche Verletzung gefährdet ist.

Was tun, wenn die gesetzliche Hilfsfrist von zwölf bis fünfzehn Minuten bis zum Eintreffen der professionellen Rettungskräfte nicht ausreicht? Wie können wir uns selbst oder Betroffene in dieser Extremsituation versorgen um ihr Überleben zu retten? Die hierfür benötigten Kenntnisse gehen weit über die in den Erste-Hilfe Grundausbildungen (9UE) vermittelten Inhalte hinaus. Auch die regulären professionellen notfallmedizinischen Ausbildungen werden diesen besonderen Situationsanforderungen nicht gerecht, da professionelle Helfer (ob klinisch oder präklinisch) meist auf das Vorhandensein von medizinischen Geräten und Materialen angewiesen sind, die in einer Extremsituation innerhalb der ersten Minuten jedoch nicht vorhanden sein werden.

Aus diesem Grund wurde bei der Entwicklung der Medical Aftermath Schulung des System of self-preservation® ein anderer Maßstab angesetzt. Als Grundlagen und Referenzen für diese dienen folgende Ansätze:

  • Das präklinisches Traumamanagement nach dem PHTLS Konzept (pre-hospital trauma life support)
  • Tactical Emergency Casualty Care (TECC): Eine evidenzbasierte best-practice guideline der National Association of Emergency Medical Technicians (NAEMT) für die Erstversogung von lebensbedrohlich Verletzten in polizeilichen Lagen
  • Das Medical Tactics for Law Enforcement (MTLE) Programm des US-amerikanischen Unfallchirugen und SWAT Officers Dr. Andrew Dennis

Ausbildungsinhalte in diesem Modul sind u.a.:

  • Mindset: Mentale und emotionale Grundlagen zur Versorgung schwerster Verletzungen unter Einbezug des Fearmanagement & Arousal Control Moduls des zweiten Schülergrades
  • Mechanics: Wundmorphologie, Wundballistik, Traumakinematik und Damage Absorption Rates
  • Management: Präklinische Notfallversorgung unter taktischen Aspekten
  • Movement: Evakuierung verletzter Personen aus einem akuten Gefahrenbereich
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